Bullet Journal vs. Guided Journal: Unterschiede, Vorteile und Entscheidungshilfe

Bullet Journal vs Guided Journal Notizbuch auf Schreibtisch mit Stift

Ein kurzer Moment auf Papier kann viel verändern: mehr Überblick, weniger Kopfchaos, ein sanfterer Blick auf dich selbst. Nur die Frage bleibt oft: Soll ich mit einem Bullet Journal starten – oder lieber mit einem Guided Journal?

Der Unterschied zwischen Bullet Journal und Guided Journal liegt in der Führung. Ein Bullet Journal ist frei und selbst gestaltet: du planst, trackst und strukturierst in deinem eigenen Layout. Ein Guided Journal führt dich mit Fragen und Impulsen durch Reflexion, Dankbarkeit oder Selbstmitgefühl. Bullet Journal passt besonders, wenn du gern organisierst und visuell denkst. Guided Journal passt besonders, wenn du schnell starten willst, ohne Layouts zu bauen.

  • Bullet Journal: frei, kreativ, planungsorientiert
  • Guided Journal: geführt, zeitsparend, reflexionsorientiert
  • Beides ist möglich: Planung im BuJo, Tiefe im Guided Journal
  • Entscheidend ist nicht die Methode, sondern die Regelmäßigkeit
  • Der beste Einstieg ist der, der in deinen Alltag passt

1. Was ist ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal ist wie eine leere Leinwand. Du nimmst ein Notizbuch und baust dir deine Struktur selbst: Monatsübersicht, Wochenplanung, Listen, Tracker, Notizen. Viele nutzen es als Mischung aus Kalender, To-do-Liste und Tagebuch – mit genau so viel Kreativität, wie ihnen gut tut.

Vorteile:

  • komplett individuell gestaltbar
  • ideal für Planung, Struktur und Fokus
  • gut für Menschen, die visuell denken (Listen, Farben, Symbole)
  • kann sehr leicht oder sehr kreativ sein, je nach Phase

Achtung (ehrlich, aber hilfreich):

Ein Bullet Journal kann auch zur Baustelle werden, wenn du dir zu viel vornimmst. Wenn du merkst, dass du mehr dekorierst als lebst, brauchst du nicht mehr Disziplin – sondern weniger Aufwand.


2. Was ist ein Guided Journal?

Ein Guided Journal nimmt dich an die Hand. Es enthält Fragen, kleine Impulse oder Themenbereiche, die dich beim Schreiben führen. Das ist besonders angenehm, wenn du nicht weißt, was du schreiben sollst, oder wenn du an vollen Tagen nicht noch Layouts bauen willst.

Vorteile:

  • perfekter Start für Journaling-Anfänger
  • du sparst Zeit: aufschlagen, schreiben, fertig
  • hilft, gezielt an Themen zu arbeiten (z.B. Dankbarkeit, Selbstmitgefühl, Klarheit)
  • reduziert die Hürde „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll“

Achtung (ehrlich, aber hilfreich):

Wenn du dich von Fragen schnell eingeengt fühlst, kann ein Guided Journal manchmal zu „vorgegeben“ wirken. Dann passt eher ein freies Format oder eine Mischung.


3. Bullet Journal vs Guided Journal – die wichtigsten Unterschiede

Wenn du dich entscheiden willst, hilft eine einfache Frage:

Brauchst du eher Struktur für den Alltag – oder Führung für die innere Welt?

MerkmalBullet JournalGuided Journal
Aufbau

vorgegeben, du folgst Impulsen

vorgegeben, du folgst Impulsen

Aufwandhöher (du baust Layouts/Struktur)geringer (du schreibst einfach los)
Ziel

Reflexion, Achtsamkeit, innere Klarheit

Reflexion, Achtsamkeit, innere Klarheit

Ideal für

bewusste Schreiber, Menschen mit wenig Zei

bewusste Schreiber, Menschen mit wenig Zeit

StolpersteinPerfektionismus, zu viel Aufwandfühlt sich für manche zu eng geführt an

Beide Formen ergänzen sich. Viele Menschen nutzen ein Guided Journal für ihre Morgenroutine und ein Bullet Journal für Alltag und Planung.


4. Welches Journal passt zu dir?

Nimm diese Mini-Entscheidungshilfe. Kreuze nicht im Kopf an, sondern aus dem Bauch:

Wähle Bullet Journal, wenn du …

  • gern planst und dir Übersicht Sicherheit gibt
  • Listen und Struktur liebst
  • Dinge wie Gewohnheiten, Termine, Projekte sichtbar machen willst
  • Freude daran hast, dein System selbst aufzubauen

Wähle Guided Journal, wenn du …

  • schnell starten willst, ohne Layouts und Vorbereitung
  • eher nach innen schreiben willst (Gefühle, Bedürfnisse, Muster)
  • an vollen Tagen eine klare Führung brauchst
  • dir oft denkst: Ich weiß nicht, was ich schreiben soll

Und ja: beides ist eine sehr gute Antwort.

Viele nutzen ein Bullet Journal für Alltag und Planung – und ein Guided Journal für Morgen- oder Abendreflexion.


5. Ein Mini-Ritual, das in beide Formate passt (5 Minuten)

Wenn du heute starten willst, mach es klein:

  1. Timer auf 5 Minuten
  2. Ein Satz zum Ankommen: Ich bin gerade hier.
  3. Dann nur eine der Fragen:
  • Was beschäftigt mich gerade wirklich?
  • Was brauche ich heute?
  • Was wäre ein freundlicher nächster Schritt?
  1. Buch zu. Fertig.

Du musst nichts „fertig denken“. Du musst nur anfangen.


Drei Journaling-Fragen, die die Entscheidung leichter machen

  • Was brauche ich gerade mehr: Ordnung im Alltag oder Klarheit in mir?
  • Woran scheitere ich eher: an fehlender Struktur oder an fehlenden Worten?
  • Was wäre die kleinste Version, die ich wirklich durchhalte?

Fazit: Dein Einstieg ins Journaling

Egal ob Bullet Journal oder Guided Journal: wichtig ist, dass du einen Weg findest, der dich nicht zusätzlich stresst. Schon wenige Minuten am Tag können helfen, Gedanken zu sortieren, Gefühle wahrzunehmen und wieder bei dir anzukommen.

Wenn du magst, lies auch:

Journaling für mentale Gesundheit

Oder starte sanft mit dem Dankbarkeitstagebuch von Lune & Leaf Journals.

FAQ: Bullet Journal vs. Guided Journal

Für viele ist ein Guided Journal leichter, weil du direkt loslegen kannst. Bullet Journal ist ebenfalls möglich – dann am besten sehr simpel starten, ohne Layout-Druck.

Nein. Ein Bullet Journal funktioniert auch als schlichtes Listen-System. Wenn es dir hilft, ist es richtig – egal wie es aussieht.

Dann ist ein Guided Journal oft ideal, weil es dir Fragen gibt. Alternativ hilft ein Satzanfang: Ich merke gerade … / Ich brauche heute …

Ja. Viele nutzen Bullet Journal für Planung und Tracker und ein Guided Journal für Reflexion oder Dankbarkeit.

5 Minuten reichen. Entscheidend ist, dass es machbar bleibt. Kurz und regelmäßig schlägt selten und perfekt.

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